Ratgeber
HEPA-Filter im Staubsauger: wie er arbeitet, Filterklassen und Pflege
Ein HEPA-Filter im Staubsauger ist ein dichtes Faservlies, das meist als letzte Stufe vor der Abluft sitzt und feine Teilchen festhält. Wie er sich zwischen Beutel, Zyklon und Wasser einordnet, zeigt Wie funktioniert ein Staubsauger?. Hier lesen Sie, was HEPA bedeutet, welche Filterklassen es gibt und wie Sie den Filter pflegen.
Kurz gesagt
HEPA ist eine Filtergruppe: Nach der Norm EN 1822 gehören die Klassen H13 und H14 dazu.
Der Filter hält Teilchen in einem gefalteten Vlies aus feinen Fasern fest. Mit der Zeit setzt er sich zu und muss gereinigt oder getauscht werden. Ob Sie ihn auswaschen dürfen, steht in der Anleitung Ihres Geräts.
Was ist ein HEPA-Filter?
HEPA steht für „High Efficiency Particulate Air“, auf Deutsch spricht man von Schwebstofffiltern. Ein HEPA-Filter besteht aus einem Vlies aus sehr feinen Fasern, je nach Hersteller aus Glasfaser oder Kunststoff. Das Vlies ist eng gefaltet, damit auf kleinem Raum viel Filterfläche entsteht.
Fachlich ist der Name an eine Prüfung gebunden, geschützt ist er im Handel nicht. Deshalb liest man auch Angaben wie „HEPA-Typ“. Maßgeblich ist hierzulande die Norm EN 1822, international gibt es die ähnliche Normenreihe ISO 29463. Nach EN 1822 gelten die Klassen H13 und H14 als HEPA.
Staubsauger-Filterklassen nach EN 1822
Die Norm teilt Schwebstofffilter in drei Gruppen mit mehreren Klassen ein. Je höher die Klasse, desto strenger die Anforderungen in der Prüfung. Die genauen Abscheidewerte stehen in der Norm und in den Angaben des Filterherstellers.
| Gruppe | Klassen | Bedeutung |
|---|---|---|
| EPA | E10, E11, E12 | Hochleistungs-Partikelfilter, die Vorstufe zu HEPA |
| HEPA | H13, H14 | Schwebstofffilter, die eigentlichen HEPA-Klassen |
| ULPA | U15, U16, U17 | Vor allem für Reinräume und Labore, im Haushalt unüblich |
So lesen Sie die Angaben am Gerät
- Mit Klasse: Steht H13 oder H14 dabei, ist der Filter einer HEPA-Klasse zugeordnet.
- Ohne Klasse: Bei Angaben wie „HEPA-Filter“ ohne Klasse oder „HEPA-Typ“ fragen Sie nach, nach welcher Norm geprüft wurde.
- Filter oder Gerät: Die Klasse beschreibt den Filter. Wie dicht das ganze Gerät mit Gehäuse und Dichtungen ist, hängt vom Gerät ab.
Wie arbeitet ein HEPA-Filter im Staubsauger?
Im Staubsauger ist der HEPA-Filter meist die letzte Stufe. Zuerst landet der grobe Staub im Beutel oder im Behälter, oft folgt ein Motorschutzfilter. Der HEPA-Filter sitzt dann als Abluftfilter am Ausgang, bei manchen Geräten auch vor dem Motor.
Die Luft muss durch das Faservlies. Die Teilchen bleiben an den Fasern haften: Größere fliegen wegen ihrer Trägheit gegen eine Faser, mittlere streifen sie im Vorbeiströmen, sehr kleine treffen durch ihre Zitterbewegung in der Luft auf eine Faser. Wie ein Sieb arbeitet der Filter nur zum kleinen Teil. Weil sich dabei Material im Vlies sammelt, steigt mit der Zeit der Luftwiderstand. Je nach Gerät lässt dann die Saugleistung nach.
HEPA-Filter reinigen: Schritt für Schritt
Ob Sie Ihren HEPA-Filter reinigen dürfen, hängt vom Filter ab. Manche sind als auswaschbar gekennzeichnet, andere sind nur zum Tauschen gedacht. Halten Sie sich an die Angaben des Geräteherstellers.
-
Ausschalten und Stecker ziehen
Schalten Sie den Staubsauger aus und ziehen Sie den Netzstecker. Bei Akku-Geräten nehmen Sie den Akku ab, wenn das vorgesehen ist.
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Filter herausnehmen
Wie der Filter herauskommt, zeigt die Anleitung. Prüfen Sie ihn dabei auf Risse und eine intakte Dichtung.
-
Ausklopfen
Klopfen Sie den Filter vorsichtig über dem Mülleimer aus, möglichst draußen. Bürsten, Druckluft oder spitze Gegenstände können die feinen Fasern beschädigen.
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Nur auswaschen, wenn erlaubt
Ist der Filter als auswaschbar gekennzeichnet, spülen Sie ihn mit klarem, lauwarmem Wasser aus. Ohne Spülmittel, ohne Reiben, ohne Spülmaschine.
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Vollständig trocknen lassen
Lassen Sie ihn an der Luft trocknen, bis er wirklich trocken ist. Nicht auf die Heizung legen und nicht föhnen, Hitze kann ihn verformen. Ein feuchter Filter im Gerät kann riechen.
-
Einsetzen und testen
Setzen Sie den Filter so ein, dass er rundum dicht sitzt. Saugt das Gerät danach weiter schwach, ist es Zeit für einen neuen Filter.
Wann der Filter neu muss
- Wenn der Hersteller ein Intervall nennt und dieses erreicht ist.
- Wenn die Saugleistung trotz leerem Beutel oder Behälter nachlässt.
- Wenn der Filter Risse hat, die Dichtung beschädigt ist oder er dauerhaft riecht.
Riecht das Gerät beim Saugen, kann ein voller oder feuchter Filter die Ursache sein. Mehr dazu steht in Staubsauger stinkt beim Saugen.
Filter oder Wasser: zwei Wege, den Staub abzutrennen1
Neben Beutel und Filter gibt es das Wasserfilter-Prinzip. Beim HYLA EST gehen Luft und Schmutz von unten in ein Wasserbad, laut HYLA hält ein Separator Wasser und Staub im Behälter. Einen Filter zum Wechseln hat er nicht. Wie das im Inneren aussieht, zeigt So funktioniert der HYLA.
| Thema | Staubsauger mit HEPA-Filter | Wasserbad mit Separator (HYLA EST) |
|---|---|---|
| Wo der Staub bleibt | In Beutel oder Behälter, die feinen Teilchen im Filter | Im Wasser |
| Vor dem Saugen | Nichts | Wasser bis zur Markierung einfüllen |
| Nach dem Saugen | Beutel oder Behälter bei Bedarf leeren | Wasser wegkippen, Behälter ausspülen, offen trocknen lassen |
| Was Sie ersetzen | Beutel je nach Gerät, Filter nach Angaben des Herstellers | Keinen Beutel und keinen Filter |
| Was Sie sehen | Je nach Gerät den Füllstand | Den gesaugten Schmutz im Wasser |
| Worauf Sie achten | Filter rechtzeitig reinigen oder tauschen | Wasser nie stehen lassen, sonst riecht es. Das Gerät ist schwerer als viele Filtersauger. |
Welche Art zu Ihnen passt, hängt von Ihrem Alltag ab. Wer nichts vorbereiten möchte, ist mit einem Filtergerät oft gut bedient. Den ausführlichen Vergleich mit dem HYLA finden Sie in HYLA EST oder HEPA-Filter, die übrigen Prinzipien in Staubsauger mit oder ohne Beutel.
Worauf Sie beim Vergleich von Filtergeräten achten
- Wird eine Filterklasse genannt, und nach welcher Norm wurde geprüft?
- Ist der Filter auswaschbar oder nur zum Tauschen gedacht?
- Welches Wechselintervall nennt der Hersteller?
- Gibt es Ersatzfilter auch in einigen Jahren noch?
- Wie leicht kommen Sie an den Filter heran, ohne dass Staub herausfällt?
Wie oft Sie überhaupt saugen sollten und wie es gründlich gelingt, steht in Wie oft staubsaugen?.
1 Angabe laut HYLA: Produktseiten und Shop der HYLA Germany GmbH (hyla-germany.de) sowie Bedienungsanleitung HYLA EST (12/2023), Stand November 2026.
Häufige Fragen
Was ist ein HEPA-Filter?
Ein Schwebstofffilter aus einem dichten, gefalteten Faservlies. Als HEPA gelten nach der Norm EN 1822 die Filterklassen H13 und H14.
Kann man einen HEPA-Filter reinigen?
Nur, wenn der Hersteller es erlaubt. Auswaschbare Filter spülen Sie mit klarem Wasser aus und lassen sie vollständig an der Luft trocknen. Andere Filter klopfen Sie nur aus und tauschen sie nach Angaben des Herstellers.
Wie oft muss ich den HEPA-Filter wechseln?
Das steht in der Anleitung Ihres Geräts. Spätestens, wenn die Saugleistung trotz leerem Beutel oder Behälter nachlässt oder der Filter beschädigt ist, braucht er Ersatz.
Was bedeuten H13 und H14?
Das sind die beiden Filterklassen, die nach EN 1822 als HEPA gelten. H14 ist die höhere Klasse. Darunter liegen die EPA-Klassen E10 bis E12, darüber die ULPA-Klassen.
Ist ein E12-Filter ein HEPA-Filter?
Nein. E12 gehört zur Gruppe EPA. Als HEPA gelten erst die Klassen H13 und H14.
Hat der HYLA EST einen HEPA-Filter?
Nein. Der HYLA EST arbeitet ohne Beutel und ohne Filter. Den Staub hält er im Wasser, das Sie nach dem Saugen wegkippen.
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Ein Gerät ohne Filter zum Wechseln ansehen?
Wir zeigen Ihnen den HYLA EST kostenlos bei Ihnen zu Hause oder per Video-Call. Danach entscheiden Sie in Ruhe.